Books Until The End [Tag]

 
Hallöchen ihr Lieben! 
Die liebe Kathy von lalapeja.wordpress.com hat mich doch tatsächlich zum Books Until The End-Tag getaggt. Und der Aufforderung komme ich doch sehr gerne nach, außerdem ist das Thema auch ein recht witziges, und man stöbert mal wieder in seinem Bücherregal! Los geht's:

Der Einzug: 

1. Welche 10 Bücher/Buchreihen nimmst du mit in den Bunker um sie für die Nachwelt zu sichern? ( Anm.: wichtige literarische Werke hat die Regierung schon in Sicherheit gebracht, es geht vornehmlich um Unterhaltungsliteratur)

Ich würde mitnehmen: 
  • Astrid Lindgren - Pippi Langstrumpf... um nicht zu vergessen, dass man nicht immer logisch denken muss, um vorwärts zu kommen. Manchmal bringen die mathematisch richtige Kenntnisse ja auch nicht vowärts. 
  • John Boyne - Der Junge im gestreiften Pyjama... um nicht zu vergessen, dass sich die Menschheit an einem Abgrund des Menschlichen befunden hat.
  • James Bowen - Bon und wie er die Welt sieht... um nicht zu vergessen, dass Tiere nicht nur Schlachtvieh sind. 
  • Nicholas Sparks - The Notebook... um ein bisschen abzuflennen. 
  • Thorsten Wortmann - Ryan Gosling (Biografie)... um daran zu erinnern, was wir für sexy Schauspieler hatten, hahaha! 
  • Elizabeth Gilbert - Eat, Pray, Love... um den Mut zu wahren Neues zu entdecken, egal ob geografisch, küchentechnisch oder in der Liebe ;-)  
  • Justin Cronin - Der Übergang... aus denselben Gründen, wie Kathy!
  • Sebastian Fitzek - Noah... weil es Sebastian Fitzek ist! 
  • Michael Ende - Die unendliche Geschichte... um vom Unendlichen zu träumen. 
  • John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter... ein Mutmach-Buch! 
2. Du darfst 5 Buchcharaktere aussuchen, die mit dir in den Bunker ziehen, wen nimmst du mit und wieso?

Nun ist die Frage, ob das welche aus den bereits genannten Bücher sein müssen oder ob es auch vollkommen andere sein dürfen? Ich meine, wer würde sich seinen Bunker nicht gerne mit Ryan Gosling teilen? Okay, ich werde albern.  Ich würde vielleicht den Ermittler Nils Trojan aus den Max Bentow-Büchern mitnehmen, denn der könnte ja gleich die Sheriff-Funktion übernehmen. Dann braucht man ja vielleicht auch noch jemanden, der medizinisch gut bewandert ist, zum Beispiel der Rechtsmediziner Paul Herzfeld aus Fitzek's Abgeschnitten. Dann brauchen wir noch jemanden, der Intrigen spinnt, sonst wird es schnell langweilig im Bunker. Meine Wahl fällt auf Secrecy aus den Silber-Büchern von Kerstin Gier. Der Herzensbrecher könnte ja Ryan Gosling sein ... oder aber Gerry aus P.S. Ich liebe Dich von Cecelia Ahern. Und damit auch ein bisschen Spaß aufkommt, würde ich mir noch das Känguru aus den Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling mitnehmen. Eigentlich bräuchte ich auch noch weibliche Gesellschaft, aber ich habe ein Känguru ... und einen Ryan Gosing. Das reicht mir, haha!

3. Welcher Buchcharakter würde unter keinen Umständen einen Platz in deinem Bunker bekommen? (kann auch ein Bösewicht sein)

Na, der Typ natürlich, dessen Name nicht gesagt werden darf, ist doch ganz klar! Und sämtliche Mörder aus den ganzen Thrillern, die ich gelesen habe. Und keinesfalls den Clown aus Stephen King's ES.

Das Überleben im Bunker: 

4. Wehmütig denkst du an deine ungelesenen Bücher, die du zurückgelassen hast. Um welche 3 Bücher deines Subs tut es dir am meisten Leid, dass du sie noch nicht gelesen hast?  

Da hätten wir einmal Gavin Extance's Das unerhörte Leben des Alex Woods, was ich schon seit einem Jahr lesen will, aber immer kommt irgend ein anderes Buch dazwischen. Dann Diana Gabaldon's Feuer und Stein, damit ich den Outlander-Hype nachvollziehen kann und Suzanne Collins' Die Tribute von Panem, weil ich es bis heute noch nicht gelesen habe. Und generell ist es ja so, dass es viel zu viele Bücher gibt, die man noch irgendwie irgendwann lesen will.

5. Nach einigen Wochen ist die Stimmung im Bunker gedrückt, welches Buch würde dich nun wieder aufmuntern?  
Natürlich Die unendliche Geschichte oder aber Pippi, oder Bob

6. Die Ofenanzünder gehen euch aus, welche 3 Bücher aus deinem Regal könntest du am ehesten um ein paar Seiten erleichtern, damit ihr Papier zum Anzünden der Heizöfen habt?

Hmmm, ich würde die gelben Reclam-Heftchen verbrennen, die brennen zwar nicht so lange, aber die könnte ich aufgrunddessen, dass die Regierung Klassiker eh schon gesichert hat, am ehesten entbehren! 

7. Immer nur die gleichen Menschen im Bunker um sich zu haben kann anstrengend werden. Mit welchem Charakter könntest du es am längsten aushalten? 

Ach Leute, darauf muss ich jetzt nicht antworten, oder? Haha!

8. Bei welchem Charakter würden schon nach kurzer Zeit die Fetzen fliegen?
Mit Secrecy und mit dem Känguru, weil es so auf den Kommunismus pocht!

Der Wiederaufbau:

9. In der neuen Welt ist von nun an alles möglich, nenne eine Fähigkeit eines Buchcharakters, die du gerne hättest um die neue Welt aufzubauen und/oder um damit eine andere/bessere Welt zu schaffen.

Wenn ich so ein Zeitreise-Gen hätte, wie Gwendolyn aus der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier, fände ich das schon sehr praktisch. So könnte man nämlich immer in die Vergangenheit reisen, abchecken, wiesoweshalbwarum das und das nicht geklappt hat und diese Informationen dann mit in die Zukunft bringen. Außerdem würde es auch bestimmt viel nützen, um die Entwicklung insgesamt anzukurbeln.

10. Welcher Welt /welchem System aus einem Buch soll die neue Welt auf keinen Fall ähneln?

Auf keinen Fall den Welten, die sich durch Unterdrückung und Ausbeutung charakterisieren.

11. Du darfst dir einen Autor aussuchen, der über den Weltuntergang, die Zeit im Bunker und den Wiederaufbau schreibt. Wer sollte es sein?

Wie Kathy bereits schrieb = Justin Cronin, ganz eindeutig! 

12. Bestimme (tagge) weitere Kommandanten für die anderen Bunker! 

Ich bestimme all jene, die den Tag noch nicht gemacht und Lust darauf haben :-) 


Schreibt mir auch gerne eure Antworten in die Kommentare, falls ihr Lust habt! Ansonsten wünsche ich euch noch eine schöne Woche! Wir lesen uns hier am Freitag wieder :-) 
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Gemeinsam lesen #33: Max Bentow - Das Dornenkind (Ein Fall für Nils Trojan #5)

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich schon zum 33. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche:



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade den neuen Thriller Das Dornenkind von Max Bentow und bin aktuell auf Seite 54. Darum geht's: 
Tödlicher als die Rückkehr eines Serienkillers ist nur seine Rache.
Der Fund von drei Todesopfern, in deren Haut geheimnisvolle Botschaften geritzt wurden, stellt die Berliner Kriminalpolizei vor ein Rätsel. Während der Ermittlungen wird Trojans schlimmster Albtraum wahr: Er bekommt den Anruf einer Frau, die behauptet, die Tochter des „Federmannes“ zu sein. Der infame Serienmörder war dem Ermittler vor vier Jahren schwerst verletzt entwischt. Zu seinem Entsetzen schwört sie, dass ihr Vater am Leben ist. Trojan merkt schnell, dass er in einen fatalen Sog geraten ist. Denn der „Federmann“ wird nicht eher ruhen, bis er ihn vernichtet hat.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Was hast du für mich, Nils?"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Als ich vor vier Wochen mal das Internet nach neuen Max Bentow-News durchforstet habe, bin ich fast im Freudendreieck gehüpft, da doch tatsächlich ein neuer Thriller in den Startlöchern steht. Sebastian Fitzek ist ja bekanntlich meine Thriller-Nr. 1, aber Max Bentow steht dem eigentlich in Nichts nach - ich bin quasi Leserin der ersten Stunde. Und jeden Sommer freue ich mich darauf, dass da ein neuer Mordsfall veröffentlicht wird, der mir bei 30°C im Schatten eisige Gänsehaut verschafft. Nils Trojan ist dabei ein echt cooler Ermittler, für den man sehr schnell Sympathien entwickelt. Allerdings ist es bei Das Dornenkind nun so, dass Max Bentow erstmals die Geschichte auf ein vorangegangenes Buch aufbaut - der Federmann (Bentow's Debüt-Thriller) kehrt nämlich zurück. Bislang konnte man, so finde ich, die Bücher unabhängig voneinander lesen. Zwar bringt auch der Ermittler Nils Trojan so seine Probleme mit sich, aber es wird stets in jedem Buch erklärt, warum der Typ so ist wie er eben ist. Mal schauen, ob man den fünften Fall auch unabhängig von allen anderen Büchern lesen kann. Aber selbst wenn nicht, macht ihr mit Max Bentow wahrlich nichts verkehrt - versprochen! Ansonsten finde ich es ein bisschen blöd, dass der fünfte Band nicht mehr im Page&Turner-Verlag (wie cool es ist seinen Verlag nach Pageturner zu benennen!) erscheint, sondern nun im Goldmann-Verlag, obwohl P&T ja sowieso ein Unterverlag von Goldmann ist. Nur leider hat sich nun das Format des Buches geändert und es ist ein Stückchen kleiner als alle vorherigen. Aber wenn die Story wieder Top ist, kann ich da gerade so noch darüber hinwegsehen :-)

4. Wenn ihr das letzte Buch was ihr gelesen habt umschreiben könntet, was würdet ihr ändern?
Eine passende Frage, denn vorgestern habe ich erst Deadline von Renee Knight zuende gelesen, ein Buch mit so viel Potenzial, was aber einfach nicht erschöpft wurde. Die Rezension dazu findet ihr hier. Der Klappentext hat null zum Inhalt gepasst, die Protagonistin hat meiner Meinung nach kaum Dreck am Stecken, Spannung kam leider auch keine auf. Ich würde womöglich das gesamte Buch umschreiben, sodass es zum Klappentext passt, oder aber ich würde den Klappentext umschreiben, sodass er den Buchinhalt sinngemäß wiedergibt. Außerdem würde ich die Betitelung Psychologischer Spannungsroman aberkennen und stattdessen in Ein Familiendrama abändern. Total schade eigentlich, ich hatte mich wirklich sehr auf die Story gefreut, es klang so vielversprechend. 

Wie ist das bei euch? Welche Buchgeschichte würdet ihr denn abändern wollen, wenn ihr es könntet? Und überdies: was liest Du gerade so? Schreibt es mir in die Kommentare! 

Ich wünsche Euch einen wahnsinnig schönen Tag, 

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Ein paar Worte zu... Renee Knight - Deadline


Einen wunderschönen guten Abend, ihr Lieben! 
Ich habe diesen Monat endlich mal ein Buch beendet, herrgottszeiten! Es ist ja nicht so, als würde der neue Monat nicht schon in sieben Tagen beginnen, aber irgendwie hinkt es im August ganz schön mit der Lesezeit. Das liegt vor allem daran, dass ich so viel mit dieser Referendariatskiste zutun habe - Erwachsenenkrams, ich will euch damit nicht langweilen. Dennoch: Auf Renee's Knights Deadline aus dem Goldmann-Verlag habe ich mich trotzdem sehr gefreut, vielen lieben Dank an dieser Stelle auch an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Denn der Klappentext klang wirklich vielversprechend. 
So schockierend und spannend, dass es einem den Atem nimmt.
Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug …
Auf dem sehr erhabenden Cover (toll für diejenigen, die es gerne haptisch mögen!) steht ja Psychologischer Spannungsroman und auch der Klappentext deutet für mich eigentlich darauf hin, dass der Angstschweiß vorprogrammiert sein muss - immerhin zählen viele Buchgeschäfte Deadline auch als Tipp des Monats. Leider muss ich sagen, dass mich die Geschichte als solche so gar nicht überzeugen konnte. 

Die Geschichte wird aus Sicht einer dritten Person erzählt, welche fortwährend dann immer neue Blickwinkel anderer Personen einnimmt. Wir beginnen mit Catherine und werden in dem Moment in die Geschichte entlassen, als sie dieses Buch in den Händen hält, welches über ein Ereignis erzählt, was vor etwa zwanzig Jahren geschehen ist. Nur erscheint dies schon fast unmöglich, denn eigentlich weiß niemand über das, was Catherine getan hat oder was ihr widerfahren ist. Und auch die Leser wissen nur darüber, dass ETWAS geschehen ist, aber nicht was genau. Dies klärt sich erst so nach und nach im Roman auf, auch unter Einbeziehung der verschiedenen Perspektiven. 

Diese verschiedenen Perspektiven machten es mir aber zu Beginn des Buches ganz schön schwer, in die Geschichte reinzukommen und mich angemessen zu verorten. Hier gilt vor allem achtsames Lesen, insbesondere die Überschriften. Denn es werden nicht nur verschiedene Perspektiven eingenommen, nein, wir haben es auch noch mit Zeitsprüngen zutun. Sommer 1993, Sommer 2013, Frühsommer 2013, Spätsommer 2013 ... Manchmal musste ich inne halten und mich fragen:"In welchem Jahr befinde ich mich jetzt und aus wessen Perspektive lese ich?!" Das empfand ich mitunter schon ganz schön anstrengend, weil es den Lesefluss als solchen, der ja für einen Thriller (oder wie sie es hier nennen: Spannungsroman) ungeheuer wichtig ist, gestört hat. 

Auch lebt ein Spannungsroman von eben diesen Spannungen und die kamen bei mir leider so gar nicht auf. Ich hatte nicht das Gefühl einen waschechten Pageturner in den Händen zu halten, weil es mir auch eindeutig an Psychospielchen unter den jeweiligen Figuren, aber auch an Psychospielchen mit der Leserschaft gefehlt hat - warum scheuen sich denn so viele neue Thriller-Autoren vor der wahren Irreführung? Ich meine zwar, dass die Autorin zumindest versucht hat, mit diesem Stilmittel zu spielen, aber das ist ihr meiner Meinung nach nur kaum gelungen. Stattdessen wurden viele Thriller-Szenarien, quasi Basis-Steine, mit eingeflochten: zum Beispiel eben, dass eine Frau darüber erfährt, wann sie wo wie sterben wird - das ist nicht neu, aber durchaus ein Punkt, den man besser hätte ausbauen können, denn wo hatte Catherine denn mal so richtig Dreck am Stecken? Dann geht es auch thematisch ein Stück weit um vereinsamte Männer, verkappte Existenzen, um den Verdacht der Pädophilie (das hat mich auch SEHR irritiert), um Strategien der Opfer-Einschüchterung; aber es wird nie dieser Punkt erreicht, wo sich der Leser denkt: AHA! oder aber Ach was, darüber hatte ich bisher noch gar nicht nachgedacht - dramatische Überraschungen? Fehlanzeige, leider. Vor allem konnte ich aber auch viele Beweggründe der einzelnen Figuren wenig nachvollziehen. Gerade Catherine und ihr ganzes Sein war für mich sehr befremdlich. Auch hier wird zwar am Ende ein wenig Aufklärungsarbeit betrieben, aber dieser Plot-Twist hat mich nicht überzeugt. Die Geschichte lässt sich gut weglesen, aber es gab auch viele Beschreibungen aus Catherine's Sicht, die mich wirklich den Kopf schütteln ließen, weil sie so ekelerregend und einfach unpassend geschrieben sind. Ekel ist ja an sich nichts schlechtes, aber es hat nicht zum üblichen Jargon der Autorin gepasst.

Letztlich geht es darum, zumindest ist das die Message, die ich aus der Geschichte für mich ziehe, genau hinzusehen. Nichts ist so, wie es auf dem ersten Blick scheint. Fotografie spielt hier auch eine übergeordnete Rolle, das war definitiv ein Pluspunkt, auch in Ansätzen gut überlegt. Das genaue Hinsehen erinnert ein wenig an Girl on The Train, nur dass Girl On The Train von Paula Hawkins hier eindeutig besser abschneidet, was das anbelangt. 

Auch finde ich, dass weder englischer Titel (Disclaimer) noch deutscher Titel angemessen für die Geschichte sind. Deadline noch viel weniger als Disclaimer, das erfährt man aber erst gen Ende der Geschichte. Eine Deadline gibt es hier für mich nicht, es gibt keinen Stichtag, es gibt maximal irgendeinen Tag im Herbst, an dem die Wahrheit an's Licht kommt. Aber das hat mit Deadline meiner Meinung nach nur sehr wenig zutun, was mich auch ein bisschen traurig stimmt. 

Insgesamt habe ich mir sehr viel mehr von der Geschichte erhofft, vor allem weil sie bestimmt auch das nötige Potenzial gehabt hätte, der Klappentext verspricht leider etwas vollkommen anderes. Leider ist Deadline von Renee Knight auch kein Must Read für mich. Wer Psychologie, Spannung, und Angstschweiß sucht, wird hier meiner Meinung nach nur wenig zufrieden gestellt zurückgelassen und stattdessen mit sehr viel Verwirrung und Irrung konfrontiert. Leider kann ich aus diesen Gründen nicht mehr als 2 Sterne für die Geschichte vergeben. 

Hier findet ihr das Buch nochmal auf der Verlagsseite. Außerdem verlinke ich euch hier nochmal ein Interview mit der Autoren Renee Knight

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche, ihr Lieben! Wir lesen uns hier am Mittwoch wieder. 

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100 Jugendbücher, die man gelesen haben sollte [Tag]

Einen wunderschönen guten Abend, ihr Lieben! 
Da ich momentan kein Buch, was ich derzeit lese, nur annähernd beende und Tags's hier auf dem Blog sowieso eine Rarität sind, dachte ich mir, dass Letzteres doch mal eine willkommende Abwechslung wäre. Im Jahr 2013 geisterte der Tag 100 Bücher, die man gelesen haben sollte (Jugendversion) durch die Buchblogger-Landschaft. Das ist offenbar nicht nur an mir vorbei gegangen, sondern auch an vielen anderen. Zuletzt habe ich den Tag zum Beispiel Anfang August bei den Mädels von Schlunzenbücher gesehen. Zurück geht das Ganze auf eine Leser-Umfrage auf Sarah's Blog Pusteblume. Hier wurden die Top100 der Jugendbücher (aus dem Jahr 2013) abgestimmt und irgendwie zum Tag umgemurschelt (auf Sarah's Blog findet ihr dann auch die Originalbildauflistung). Das erste Buchcover ist also die Nr. 1, das NonPlusUltra der Jugendbücher. Das letzte Cover hingegen ist logischerweise die Nr. 100, das es hat es gerade noch so geschafft-Jugendbuch. Und nun wollen wir doch mal sehen, was ich bereits von dieser Top-List gelesen habe: 
Jaaa... steinigt mich, aber ich habe die Nr. 1 der Jugendbücher immernoch nicht gelesen, obwohl es schon auf meinem SuB liegt. Die Tribute von Panem reizen mich irgendwie gar nicht, aber ich habe die Filme gesehen- da kann man doch mal ein Auge zudrücken? Viel wichtiger ist doch sowieso Harry Potter! Die Biss-Reihe war übrigens so ein Alle lesen es-Lesen. Ansonsten interessiert mich von dieser Liste noch City Of Bones und die Tintenwelt-Trilogie.
Stolz und Vorurteil gehört zu den Klassikern, aber Die unendliche Geschichte eben auch. Legend habe ich dieses Jahr begonnen, Erebos war mein erstes Ursula Poznanski-Buch. Starters von Lissa Price habe ich als Hörbuch gehört, daher da der Haken.  Die Eleria-Trilogie zu lesen ist aber auf jeden Fall fest eingeplant. Ansonsten interessiert mich aus dieser Liste hier nur noch Clockwork Angel. Und nein, Der kleine Prinz habe ich auch nicht gelesen - sowas nennt sich Buchliebhaber! 
Herr der Diebe war mein erstes Cornelia Funke-Buch. Die Cassia&Ky-Trilogie würde ich auch gerne lesen, zumal ich den ersten Band schon hier liegen habe, aber die Meinungen zu diesen Büchern sind so stark durchwachsen, dass ich mich wirklich nicht traue, damit zu beginnen. Wir beide, irgendwann war eine süße Teenie-Geschichte, als AOL in den 90ern noch der Hit in Tüten war - kann ich empfehlen. Eragon hingegen fand ich ganz unterirdisch und habe es beim ersten Band belassen. Morton Rhue ist die typische Schullektüre, deshalb aber nicht weniger gut! Forbidden ist ein wahnsinns-Buch, absolute Leseempfehlung! Beastly war enttäuschend. Und unbedingt lesen muss ich noch Daughter of Smoke and Bone von Laini Taylor!
Markus Zusak war ja schon in den Top20 vertreten. Ich habe alle seine Bücher gelesen und kann sie auch alle ausnahmlos empfehlen! Der Mann kann ganz großartig schreiben :-)  Mal abgesehen von den Maze Runner-Büchern kommt aber keines der anderen Bücher als nächste Lektüre infrage. Zumal Splitterherz von Bettina Belitz hier auch noch rumsubt.


Auch diese Liste hier sieht dann doch eher Mau aus. Tahereh Mafi's Shatter me-Trilogie ist zumindest mit dem ersten Band bereits abgelesen, und Rainer Wekwerth's Labyrinth-Trilogie kann ich auch empfehlen. David Safiers Komik-Bücher kann ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewerten, aber 28 Tage lang, ein Holocaust-Jugendbuch, war ganz großartig. Alle anderen Bücher dieser Liste sprechen mich leider auch eher weniger an. 

Insgesamt habe ich bis heute 24 Bücher der Top100 Jugendbücher gelesen und 7 Bücher der Liste liegen noch auf meinem SuB. Immerhin fast ein Drittel! Martinabookaholic hat aus diesem Tag übrigens eine Challenge gemacht, sie aber dann doch abgebrochen, weil 100 Bücher mal echt eine Menge Holz sind (im wahrsten Sinne des Wortes!). Aber ein denkwürdiges Ziel wäre es, würde man sich zumindest die Top20 der hier aufgelisteten Bücher zu Gemüte führen - vielleicht eine neue Challenge für 2016? 

Jetzt will ich es aber wissen! Welche Bücher habt ihr von dieser Liste bereits gelesen, was liegt noch auf eurem SuB und welche Bücher sollte ich vielleicht doch noch irgendwann mal lesen? 

 Und weil das ja ein Tag ist und man Leute taggen kann, tagge ich jetzt auch noch gnadenlos! 

Ani von Ani's Bücherlounge 
Kathy von lalapeja
Nulpi von Düstertraum 
... und alle, die den Tag noch nicht gemacht haben, ihn aber gern machen würden ;-) 

Habt einen sonniges Wochenende und wir lesen uns am Sonntag hier hoffentlich mit einer Rezension wieder, und wenn es nur eine XXL-Rezension aller drei Grey's Anatomy-Staffeln ist, haha (das ist hoffentlich nur ein Spaß meinerseits!).
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Stausee Impressionen - Für die Titanic hat es leider nicht gereicht!

Einen wunderschönen guten Tag, ihr Lieben! 
Spontanität ist doch was großartiges, deshalb ging es letzte Woche auch ganz spontan nach Saalburg-Ebersdorf an die Bleilochtalsperre - oder auch an den größten Stausee Deutschlands, der womöglich auch deshalb so bekannt ist, weil dort jährlich das SonneMondSterne-Festival stattfindet. Aber die Kulisse ist nicht nur festivaltauglich, sondern auch ein besuchenswertes Naherholungsgebiet, mit Badestrand, Mini-Yachthafen und Booten. Wandern kann man da übrigens auch und in der Nähe gibt es überdies Campingmöglichkeiten, einen Märchenwald, einen Kletterwald und eine Sommerrodelbahn. Also lauter coole Sachen und der Stausee ist wirklich beachtlich. Gebaut wurde er zwischen 1926 und 1932 und ist heute 28 Kilometer lang und umfasst 215 Mio. m³ Wasservolumen - also nicht gerade wenig. Aber genug Geschichte und Geografie, lassen wir Bilder sprechen! Vor allem weil es in den letzten Tagen hier sowieso sehr textreich war ;-) 

Für die Titanic oder eine Mini-Yacht hat es leider nicht gereicht, aber dafür für ein fetziges Motorboot, wofür man keinen Bootsschein brauchte, mega! 

Durch und durch einen Kurztrip-Besuch wert, allerdings sollte man nicht vergessen sich mit einer Sonnencreme mit hohem LSF einzuschmieren, am besten stündlich, sonst hat man so einen schmerzhaften Sonnenbrand, wie ich ihn mir zugezogen habe - das kann ich wiederum nicht empfehlen, haha! In einigen Tagen geht es nach Dresden, hoffentlich ist das Wetter dann ebenso gut, wie es an der Talsperre war. Dieser Herbst gerade nervt ja schon ein wenig. 

Ich wünsche euch noch einen tollen Abend, wir lesen uns hier am Freitag wieder :-) 

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Gemeinsam lesen #32: Renee Knight - Deadline

Hallöchen ihr Lieben! 
Neues Jahr, neue Challenges und Projekte - heute nehme ich schon zum 32. Mal (und auch auf Empfehlung der lieben Inka von Lebensleseliebelust, die das wirklich sehr sehr fleißig auf ihrem Blog verfolgt!) an der Gemeinsam lesen-Aktion teil.  Asaviels Bücher-Allerlei, die Schöpferin dieses Projekts, hat zwar aufgehört, aber Schlunzenbücher hat das Projekt quasi adoptiert und führen es nun weiter. 

Bei Gemeinsam lesen handelt es sich um einen Currently Reading-Beitrag, der sich aus vier Fragen zusammensetzt. Drei davon sind immer die gleichen, ergänzend dazu gibt es dann nochmal eine sich stets variierende Frage. Eine schöne Sache, um ein paar Gedanken zum jeweiligen Buch zu teilen, sich über Bücher auszutauschen und vor allem um andere Blogs kennenzulernen! 

Und nun zu den Fragen für diese Woche: 


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Deadline von Renee Knight und bin aktuell auf Seite 30, also noch nicht sehr weit. Darum geht's: 
Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug …
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Nachdem ich Ein ganz besonderer Freund gelesen hatte, wachte ich am nächsten Morgen erfrischt auf." 

Na, das muss ja besser sein, als jeder Kaffee!

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!) 
Momentan pausiert Die Zwölf von Justin Cronin bei mir. Vor einer Woche war Hannibal mein dazwischen kommendes Serienproblem, nun ist es Grey's Anatomy. Ich. kann. nicht. aufhören. es. zu. schauen. I JUST CAN'T! Aber mich hat die Geschichte um Deadline in der Buchhandlung schon sehr angesprochen, und es liest sich bisher auch ganz gut, deshalb ziehe ich dieses Buch einfach vor. Da stand schließlich Spannungsroman drauf, und dafür bin ich schließlich immer zu haben, auch wenn es sich sehr vom subtilen Schreibstil Justin Cronins unterscheidet.Das Buch arbeitet vor allem mit Zeitsprüngen, die verwirren mich momentan noch etwas, aber da liest man sich hoffentlich noch rein.

4. Lest ihr im Urlaub mehr Bücher als in der übrigen Zeit? Und geht ihr am Urlaubsort auch in die öffentliche Bücherei oder einen Buchladen? Und bringt ihr Bücher aus dem Urlaub mit, die ihr dort am Ort gekauft habt?
So aus studentischer Sicht gibt es ja nur zwei problematische Zeiten im Jahr: die Zeiten der Prüfungsphasen. Das ist der einzige Zeitraum, in dem ich weniger gelesen habe, als sonst. Die restlichen Wochen lese ich immer, da gibt es kein weniger - außer ich suchte Serien, hust! Daher bin ich nun umso gespannter, wie es mit Beginn des Referendariats wird und ob ich da dann weniger zum Lesen komme und die Ferien mehr auskoste. Bücher aus dem Urlaub mitbringen? Klaro, erinnert ja schließlich auch ein bisschen an den jeweiligen Ort :-) 
 
So und nun noch ein kleiner Hinweis hinten dran: 
Letztes Wochenende lief unsere Aktion #wirbloggenbücher an! Hier haben sich bis zum jetzigen Zeitpunkt über 90 Buchblogger zusammengefunden, und ihre Buchblog-Geschichte veröffentlicht, eine Zahl mit der wir (Ani & ich) niemals gerechnet haben. Ihr seid also herzlich eingeladen, bei diesen Buchblogs zu verweilen, zur Teilnehmerliste geht es HIER entlang! 

Wie ist das bei euch? Gibt es Zeiten in denen ihr weniger lest, lest ihr im Urlaub mehr? Wie verhält sich das mit dem Urlaubsbuchkauf? Und überdies: was liest Du gerade so? Schreibt es mir in die Kommentare! 

Ich wünsche Euch einen wahnsinnig schönen Tag, 

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#wirbloggenbücher - Meine Buchblog-Geschichte

Einen wunderschönen guten Tag ihr Lieben! 
Die Community-Aktion #wirbloggenbücher läuft immernoch grandios, über 60 Buchblog-geschichten tummeln sich bereits im großen Buchblognetz und natürlich will auch ich meinen Senf dazu geben :-) Die komplette Teilnehmerliste (wird laufend aktualisiert) findet ihr hier: 


Ich habe die letzten zwei Tage damit zugebracht, mir eure Beiträge durchzulesen und habe da auch so einige Informationen rausgezogen, die ich wiederum hier eingeflochten habe. Ich hoffe euch gefällt's und es gibt tatsächlich jemanden, der sich all dies durchliest, haha :-)
So wie weder eine explizite Definition für das "booktuben" existiert, verhält es sich auch bei dem Begriff buchbloggen. Laura Newman hat sich bereits die Mühe gemacht, mal das gute alte Wikipedia zu befragen, ich hingegen habe mal den Duden gewälzt! Und da stößt man durchaus auf einen Begriff, mit dem alles angefangen hat, noch weit vor unserer buchigen Internetpräsenz: die Weblogs!
Worttrennung: Web|log
Bedeutungsübersicht: tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Website, die ständig um Kommentare oder Notizen zu einem bestimmten Thema ergänzt wird; 
Kurzwort: Blog.


Im Prinzip ist es also nun ein Leichtes, eine Definition sowohl für Booktuber als auch für uns Buchblogger zusammenzuwurschteln: 
Worttrennung: Buch|blog

Bedeutungsübersicht: tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Website, die ständig um Kommentare oder Notizen (zweifelsohne natürlich auch Gedanken) zum Thema Buch ergänzt wird.
Aber so einfach ist es dann eben doch nicht. Liest man sich all die tollen Beiträge von euch durch, kommt man ziemlich schnell zu dem Punkt, dass dieses ominöse Buchbloggen eine doch sehr individuelle Sache ist, die dennoch ein gemeinsames Ziel hat: sich über Bücher austauschen, und das vor allem ganz subjektiv! Weil das Umfeld allein nicht reicht; weil man ein Sprachrohr sein will; weil man einen Überblick über seine Bücher haben möchte; weil man anderen einen Überblick über viele aktuelle Bücher geben will; weil lesen super ist; weil lesen verbindet; weil durch so ein außergewöhnliches Hobby neue Freundschaften/Bekanntschaften entstehen; weil man sich mit anderen Buchbegeisterten über Probleme eines Buchsuchties austauschen kann; weil man gerne Lesetipps in die (Internet-)Welt hinaus geben möchte, die absichtlich nicht dem zeitungsüblichen Literaturkanon entsprechen; weil so viele gute Bücher in dieser Welt existieren, die es zu lesen und zu besprechen, zu hypen oder zu entwerten lohnt! 

Die Liste an Beweggründen könnte ich noch ewig so weiterführen (ihr habt da ziemlich guten Content gegeben!),  Fakt ist jedoch: ich selbst als Buchbloggerin unterschreibe all dies und setze noch ein extra dickes Ausrufezeichen hinten dran! Buchbloggen ist wirklich eine Sache für sich, nicht jeder mag die Beweggründe dahinter verstehen - muss man ja auch nicht - aber der Community-Aspekt dahinter ist schon eine feine Sache!
Ich bin kein Blogneuling, ich habe bereits zuvor einen privaten Blog geführt (ohja, Livejournal-Zeiten!), über viele viele Jahre! Aber einen privaten Blog zu führen, ist nochmal eine ganz andere Hausnummer, als dies von nun auf gleich öffentlich zutun. Die private Schreiberei handelte auch schon rudimentär von Büchern, aber keinesfalls so, wie ich es nun betreibe. Und man erreicht mit privater Schreiberei für ausgewählte Leute auch eben nur diese Erwählten. Die Kreise reichen nicht sehr weit, Wellen schlagen (wie wir es zum Beispiel hier, mit dieser Aktion, gerade tun) ist schier unmöglich - und das war der Anstoß, man möchte gelesen werden, und dass mich gar keiner liest, die Befürchtung hatte ich so gar nicht, es gibt immer jemanden, der nach einer Zeit hängen bleibt! Dann kam aber auch schon das nächste Fragezeichen daher, denn ich interessiere mich ja nicht nur für Bücher: ich liebe Nagellacke abgöttisch, aber das macht mich jetzt nicht zu einem Beautyblogger; die Kamera ist immer dabei, ich habe mir den Traum einer DSLR erfüllt, deshalb bin ich aber kein Foto-Profi; und dann sind da ja auch noch die Bücher - eine Leidenschaft, die ich schon immer hegte. maravillosa ist das spanische Adjektiv für wunderbar und so war der Blogname und auch der Blog 2013 geboren, und ich habe alles veröffentlicht, was mich erstmal brennen ließ. 

Mein Layout, was hier immer so toll von euch gelobt wird (danke dafür!) ist übrigens ein designtes! HTML ist gewiss kein Fremdwort für mich und ich kenne so den ein oder anderen Kniff, aber ich bin so perfektionistisch veranlagt, ich hasse es, wenn es bei mir irgendwo hängt, deshalb habe ich mich gleich dazu entschieden, mir ein für mich anständiges und gut funktionierendes Design zu kaufen, inklusive Supportservice rund um die Uhr! 

So nach und nach hat sich der Fokus natürlich auch verschoben, ich blogge immernoch über all das, was ich ganz wunderbar finde - und das kommt auch ganz gut an. Hauptsächlich lebt mein Blog nun aber von Büchern! Die Buchblogs gab es auch 2013 schon en masse, Blogs generell (gerade die Lifystyle-Blogs) bereits seit Ewigkeiten, und Booktuber habe ich ebenfalls gern geschaut und schaue auch immernoch - letzteres war aber bisher nie eine Option für mich (dazu dann weiter unten mehr). Aber mein liebstes "Blogidol" und auch eine der Personen, die in der Anfangszeit, als sich der Fokus schon verschob, sehr viel geholfen hat, ist Inka von lebensleseliebelust.blogspot.de! Von langen Verlagskontaktlisten über einfachen Werbeposts bei Facebook zu Informationen, wenn wieder irgendwo mal eine Blogparade für Newbies stattfindet. Dafür danke ich Inka immernoch sehr, denn ohne solch helfenden Hände, hätte sich die Stramplerzeit um ein wesentliches verlängert. Mittlerweile laufen mein Blog und ich schon - und auch das ziemlich gut und ganz individuell!
Während viele unter euch ganz Berührungsangst-frei bloggten (welch Segen!) habe ich mir ständig den Kopf darüber zerbrochen, was passiert, wenn das mal jemand mitbekommt! Das fängt beim Freundeskreis an und zieht sich weiter bis in den beruflichen Bereich. Und da komme ich nochmal auf das Hausnummern-Ding zurück: wer privat bloggt, kann nahezu alles schreiben und veröffentlichen was er will, Anonymität kann manchmal ganz grandios und fabelhaft sein! Wer öffentlich bloggt, der muss so manchen Inhalt oder so manche Formulierung durchaus schonmal hinterfragen - auch als pseudonymer Blogger, Impressumspflicht und so! Was mich jetzt zum entscheidenen Punkt bringt: ich werde Lehrerin, ich bin es fast und Herr im Himmel, was passiert, wenn da mal ein Kollege aus Zufall drauf kommt, oder Schüler dich googlen (wir haben unsere Lehrer doch alle schonmal gegooglet!)? Ich kann euch sagen, was da passiert: gar nichts! 

Ich klopfe mal auf echtes Holz, aber bisher hatte ich dadurch keinen Nachteil, ganz im Gegenteil. Wie es der Zufall so will, haben mich natürlich diesen Sommer Schüler UND Eltern im Internet gefunden und letztere fanden das sogar total cool! Wenn ich euch erzähle, dass die Arbeit (manchmal ist es wirklich Arbeit) am Blog wesentlich dazu beigetragen hat, dass ich ein ziemlich cooles Schulprojekt aufziehen durfte, nur weil ich in einem Presseverteiler eines Verlags drinn bin, der mir zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort eine winzigkleine Information zukommen lassen hat ... und da wären wir wieder bei den Kreisen, die zu Wellen werden. Diese "Ängste" waren bisher also vollkommen unbegründet (ich hoffe, dies bleibt auch so!). 

Was das private Umfeld angeht, finden die meisten die Arbeit am Blog, so wie mir das hier mitgeteilt wird, ziemlich dufte (ich habe ja sogar einen persönlichen Manager, nicht wahr, Lieblingsmitbewohnerin?). Ich glaube, was die meisten wirklich immer wieder sehr fasziniert, ist die Tatsache, wieviel Zeit du für solch einen Blog aufbringen musst, dass uns Buchbloggern auch mal Bücher zugeschickt werden, oder wenn man mal mit einem Autor sprechen darf, oder wenn man zu Lesungen eingeladen wird - aber blöd dafür angeguckt wurde ich bisher auch noch nicht :-) Eine "Karriere" als Booktuber strebe ich dann aber doch nicht an, auch wenn es cool ist, aber ich will auch ein Stück weit mein Lehrerbild wahren, daher wird es vorerst nur Geschreibe von mir geben. 

Rezensionsex-technisch habe ich Ewigkeiten gebraucht, um mal in die Puschen zu kommen, das fiel mir trotz langer Verlagsliste sehr sehr schwer. Verlage anzuschreiben habe ich tatsächlich erst gewagt, als wir für eine größer angelegte Blogkooperation ein Gewinnspiel veranstalten wollten - die Bücher waren also nichtmal für mich zum Rezensieren, sondern für eine "gute" Sache. Da war aber die Rückmeldung so positiv, dass es mir danach zumindest leichter fiel, so eine Anfrage anständig zu verfassen. In Zeiten von Bloggerportal & Co. wird es einem aber als Blogneuling sehr viel einfacher gemacht, an Rezi-Exemplare zu kommen.
Ich sortiere meine Bücher ja weder nach Verlag noch nach Autorennamen, sondern wunderschön schrullig nach Regenbogenfarben! Und mittlerweile muss ich auch ganz wühltischmäßig stapeln und drücken und doppelt stellen, damit da auch alles reinpasst. Farblich passend werden dann noch Erinnungen (gleichzeitig buchige Accessoires oder auch gelbes Spielzeug) irgendwo so reinplatziert, dass aber auch wirklich jeder Zentimeter Platz sinnvoll genutzt und zugestellt wurde. Ziel für den Umzug? Mal ein neues Bücherregal anschaffen, haha - aber ich mag mein Buchregal! Meinen Arbeitsplatz kennen einige vielleicht schon, und ja, ich habe eine megamäßig pinke Wand. Mein liebster Leseort ist entweder mein Bett oder im Sommer aber fancy Balkonien ;-) Später will ich mal einen Schaukelstuhl haben und ein ganzes Bücherzimmer!

Meine Lieblingsmitbewohnerin sagt: Schafft euch eine Mitbewohnerin aka Managerin an (sie ist gar nicht egozentrisch, hahaha)! Spaß beiseite, wobei es sich hierbei um einen wirklich gut gemeinten Rat handelt, der gar nicht mal so verkehrt ist. Wenn es jemanden in eurem Umfeld gibt, dem ihr vollstens vertraut und den ihr mit solchen Sachen auch nachts um 3Uhr belöffeln könnt, dann fragt den- oder diejenige doch nach ihrer Meinung. Eine beste Freundin ist da Gold wert :-) 

Was mich dann auch schon zum nächsten Punkt bringt: Im Internet hinterlasst ihr Fußspuren, man findet euch, wenn man will. Daher ist es wichtig, dass ihr wirklich über das schreibt, was ihr mit eurem Normen und Werten vertreten könnt, wo ihr vollends hinter steht - keiner sollte sich für seinen Blog, wenn er denn anständig geführt ist, schämen. Stattdessen solltet ihr sagen können: JA, ich habe einen Blog und das ist cool, denn ich mache das und das und das ... Dass das (ohje, so viel das/dass) in den Anfangszeiten noch nicht ganz reibungslos ablaufen wird, ist klar. Ein Blog erfährt auch immer von Zeit zu Zeit einen Strukturwandel, den müsst ihr nichtmal mit neuen Blogkonzepten zwingend herbeiführen - das entwickelt sich mit euch und eurer Erfahrung ganz allein. Bleibt aber dran! Verliert nicht die Motivation, wenn es mal nicht so gut läuft. Schreibt erstmal über alles, was euch zunächst scheinbar interessiert, ihr nehmt irgendwann sowieso eine Filterung vor. Aber schaut auch immer, dass ihr die Sinnhaftigkeit nie aus euren Beiträgen verliert - Qualität geht hier ganz klar vor Quantität! Das merken auch zukünftige Leser, die dann vermutlich sehr viel lieber bei euch bleiben, als wenn ihr einfach nur Beiträge veröffentlicht um des Veröffentlichens willen.

Vernetzt euch! Fragt andere (etablierte) Blogger, ob sie euch helfen würden, aber vergesst auch hierbei die Netiquette nicht. Bitte und Danke sind eure Magic-Codes ;-) Und dann haltet diese Kontakte und verwerft sich nicht gleich wieder. Aber vielleicht hilft es euch auch, wenn ihr euch Blogger sucht, die ungefähr dieselbe Reichweite haben wie ihr und ihr unterstützt euch gegenseitig, das knüpft zeitgleich auch schöne Bekanntschaften. Helft einander und legt keine Steine! Seid stille Beobachter auf anderen Blogs. Schaut, wie die Großen das machen, aber mutiert auch nicht zur Copycat. Versucht euren eigenen Stil zu finden. Schreibt ernstgemeinte Kommentare zu anderen Blogbeiträgen, aber hinterlasst keinesfalls so Dinge wie:"Hey, das ist mein Blog, schau doch mal bei mir vorbei!" oder "Werbung für Werbung?" - das ist Spam, und der nervt!

Einige rechtliche Dinge: Informiert euch, was in Deutschland erlaubt ist und was nicht! Deutschland ist da sehr bürokratisch, man muss sehr viel lesen, das nervt auch manchmal, aber ihr wollt keinesfalls rechtlichen Ärger haben und das fängt schon mit der Impressumspflicht an! Ihr braucht in Deutschland ein Impressum mit Adresszusatz, egal ob ihr einen kommerziellen Blog betreibt oder nicht. Informationen und vorgefertigte Impressumstexte dazu findet ihr zum Beispiel bei eRecht24. Im Internet gibt es nichts, was es nicht gibt - Google ist hier euer wertvollster Freund! Fragt auch bei Verlagen an, wenn ihr euch bei bestimmten Rezensionen unsicher seid oder wenn etwas nicht ganz einleuchtet. Da bekommt ihr rechtliche Beratung aus 1. Hand!

Nun noch ein nützlicher Hinweis zum Design. Wenn du jetzt schon weißt, dass du das wirklich durchziehen willst und deinen Blog nicht in 3 Monaten wieder auf Eis legst, HTML aber ein Fremdwort für dich ist und du dir einiges an Nerven sparen möchtest, dann empfehle ich die Shopseite etsy.com (in der Suchleiste dann premade blogger layouts eingeben). Hier findest du wirklich schöne Blogdesigns für 'n Appel und ein Ei, aber auch ausgefallenere Sachen, wenn der Geldbeutel doch mal mehr hergibt - das ist dann wieder euch überlassen. Aber auch mal die Google-Kiste anzuwerfen lohnt sich, es gibt viele Menschen und Plattformen da draußen, die kostenlose Designvorlagen anbieten.

Ansonsten: Habe Spaß :-) Das (Buch-)bloggen ist eine grandiose Sache, ich habe so viele tolle Kontakte knüpfen dürfen und alleine in den letzten 12 Monaten so viele unfassbar coole Dinge erlebt. Mit einem Blog hast du deinen eigenen kleinen Raum Internet ganz für dich, den du so tapezieren kannst, wie es dir beliebt, und das macht (auch wenn es mal stressiger ist) richtig viel Spaß!  

Ich hoffe, euch hat dieser Einblick gefallen und vielleicht konnte der ein oder andere ja auch nützliche Tipps abgreifen. #wirbloggenbücher läuft noch den ganzen heutigen Sonntag, schaut daher unbedingt auch mal bei den anderen Teilnehmer rum, und werdet Leser oder hinterlasst einen netten Kommentar! Das gibt auch den Buchbloggern ein wenig Lesefreude zurück :-) 

Habt einen wunderbaren Tag, wir lesen uns hier am Dienstag wieder!
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#wirbloggenbücher -Eröffnungspost

 Einen wunderschönen guten Tag ihr Lieben! 
Am Sonntag hatte ich es bereits angekündigt, heute startet die Community-Aktion endlich: #wirbloggenbücher! An diesem Wochenende werdet ihr eine Vielzahl von Blogbeiträgen zum Thema "Buchbloggen" lesen. Wie kam der- oder diejenige eigentlich zum Buchbloggen, was gab den großen Anstoß? Welche Berührungsängste gab es, was ließ uns zunächst zögern? Und wo werden denn all die Rezensionen geschrieben, wie schaut unser Bücherregal, unsere ganz persönliche Bibliothek aus? Wir wollen aber auch an unsere Anfangszeiten zurückdenken und für euch (hoffentlich) nützliche Tipps mit auf den Weg bringen, die euren Start in die Buchblogger-Welt ein wenig erleichtern! Ihr könnt euch also über eine Menge persönlicher Geschichten freuen, die irgendwie alle etwas mit dem Buch zutun haben, unserer Leiderschaft.

Insgesamt haben sich 62 Blogs zusammen gefunden und über 100 Buchblogmenschen haben mitgetüftelt. Einige Beiträge gehen bereits heute online, viele morgen, und ebenso viele noch einmal am Sonntag (mein Beitrag eingeschlossen). Eine Stöberliste bekommt ihr aber schon jetzt, vielleicht entdeckt ihr ja auch das ein oder andere neue Buchblog für euch (ebenfalls ein Aspekt dieser Aktion!).

Wir bookpartypeople von #wirbloggenbücher wünschen Euch eine schöne, interessante, aufschlussreiche, spaßige, interessante und einzigbuchige  Stöberzeit! (hier geht's zur besten Partnerin: Ani's Blog)
  
Teilnehmerliste:
(Beitragsliste wird noch bis einschließlich 19.8.2015 erweitert!) 
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Du kannst dich übrigens auch noch kurzfristig anschließen, wenn du denn möchtest :-) Hier findest du unsere Orga-Gruppe auf Facebook: #wirbloggenbücher! Du kannst aber auch erst bei all den anderen stöbern und dann deinen eigenen Beitrag schreiben - schicke uns doch dann einfach den Link zu deinem Beitrag per Mail (maaraavillosa@gmail.com), sodass wir dich ebenfalls in die Aktion mitaufnehmen können!
  
Wir lesen uns hier also zu meinem Beitrag zur #wirbloggenbücher-Aktion am Sonntag wieder :) Habt einen wunderbaren Start ins Wochenende! 
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